Senioren WG – Gemeinsam wohnen im Alter

Wer möchte schon im Alter alleine leben? In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich viele Leute Gedanken darüber macht. Und doch so einige Leute haben es gewagt, Mehrgenerationshäuser, eine Senioren WG oder eine Plus-WG zu eröffnen. Hier gilt: es gibt alles. Es hat sich jedoch herauskristallisiert, dass viele Singles schon als 50plus-WG beginnen. Sie sind noch aktiv, fit und unternehmungslustig. Diese gemeinsamen Unternehmungen sind denn auch ein Hauptgrund der WG-Gründung. Aber auch viele Ältere wagen Neues. Entweder ziehen sie in Mehrgenerationshäuser ein und bieten dort besonders der jüngsten Generation ein freundliches Gegenüber. Aber: wie lässt sich seniorengerechtes Wohnen hier realisieren?

Oder aber fit gebliebene Senioren schließen sich zu einer Senioren WG zusammen. Dabei muss natürlich Einiges bedacht werden. Zu allererst muss ein Haus oder eine geräumige Wohnung gefunden werden, das tatsächlich zu den gemeinsam festgelegten Ansprüchen passt. Dazu muss man sich selbst und auch anderen gegenüber vollkommen ehrlich sein, wie nah man täglich die anderen an sich heranlassen möchte. Klappt das mit der ständigen gemeinsamen Küchennutzung in der Senioren WG? Oder möchte man eigentlich auch seine eigene kleine Küchenzeile haben, damit man mal ruhig für sich sein kann? Was erwartet sich jeder der Anwärter von der Senioren WG? Wieviel Gemeinschaft, Freiheit, praktische Pflichten, was genau an ‚Freundschaftsdiensten‘? Nimmt man Angebote von außen an, wie beispielsweise Anleitung zur gemeinsamen Gymnastik für Senioren? Wieviel Gesprächsbedarf hat man?

All diese Dinge sollte man – wenn möglich – ruhig mal mit Vertrauten oder aber mit einer Sozialarbeiterin, einem Pastor durchsprechen. Um Klarheit zu bekommen. Denn wer in eine Senioren WG einzieht, geht eine Verpflichtung ein. Aus dem Mietvertrag wieder auszusteigen, heißt die anderen mit der Suche nach einem geeigneten Nachmieter allein zu lassen. Gescheiterte Senioren WG Projekte gibt es durchaus. Und man sollte aus ihnen lernen. So ganz ohne Hilfe von außen ist der plötzliche Umstieg vom völlig selbständigen Leben alleine hin zum möglichst noch harmonischen Gemeinschaftsleben sicherlich nicht zu bewältigen. Aber es gibt auch mutmachende Projekte und genau nach denen sollte man sich erkundigen und sich dort einmal umschauen. Literatur zum Thema ist ebenfalls nicht zu unterschätzen und regt die Diskussion an.

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